Es gibt zwei Arten chemischer Bindungen: Primärbindungen und Sekundärbindungen.

Die Ionenbindung gibt es zwischen Kationen und Anionen, also zwischen Metallen und Nichtmetallen. In der Bindung ist die EN-Differenz 1,7 oder größer. Die Ausnahme ist Aluminiumchlorid mit der EN-Differenz 1,5. Die Art der Bindung wird durch den Elektronenübergang oder Elektronenabgabe/ -aufnahme durchgeführt. Besonders oft trifft die Ionenbindung in Salzen auf.
Ionenverbindungen sind neutral, weil die Anzahl der Kationen gleich der Anzahl der Anionen sind.
Ionen sind in einem Ionengitter räumlich fest angeordnet.
Molekülbindung kann auch Atombindung, kovalente oder homöpolare Bindung genannt werden.
Die Molekülbindungen sind in polare und unpolare Molekülbindungen aufgeteilt und treten zwischen zwei Nichtmetallen auf, indem jedes Atom eins oder mehrere Valenzelektornen in die Bindung mit einbringt. In den beiden Arten teilen sich zwei Elemente eins oder mehrere gemeinsame Elektronenpaare.
Ob die Bindung polar oder unpolar ist, hängt es von der Elektronegativitätsdifferenz (ΔEN) ab, die mittels einer Tabelle bestimmt werden kann.


In der unpolaren Bindung wird das gemeinsamen Elektronenpaar nicht in eine Seite des Moleküls verschoben, weil die beiden Atome gleich oder ähnlich elektronegativ sind.
Elektronegativität beschreibt die Fähigkeit eines Elementes die Elektronen in einer chemischen Bindung zu sich zu ziehen.
Wenn die gleichen Atome ein Molekül bilden, zB. \(\large H_2\) oder \(\large O_2\), ist es immer eine unpolare kovalente Bindung, weil die ΔEN immer gleich 0 ist. Ansonsten muss die ΔEN in den unpolaren Bindungen zwischen 0 und 0,4 sein.

Die polaren Molekülbindungen existieren zwischen Atomen verschiedener Elemente. Sie bilden ein gemeinsames Elektronenpaar, aber es wird vom einem Atom stärker als von einem anderen an sich angezogen, weil ein Atom elektronegativer als das andere ist. So verschiebt sich die Ladung und das elektronegativere Atom hat mehr negative Ladung hat als das zweite.
Normalerweise ist die Art der Bindung zwischen zwei Nichtmetallen.
Die Elektronegativitätsdifferenz muss kleiner 1,7 aber größer als 0,5 sein.

Metallische Atome bilden ein metallisches Gitter. Jedes Atom gibt seine Valenzelektronen ab, sie bilden freies Elektronengas und bewegen sich durch das Gitter frei. Die restlichen Elektronen mit dem Atomkern bilden so genannte Atorümpfen. Die Valenzelektronen im Elektronengas bewegen sich frei.
Metallbindung also Metalle können deshalb Strom leiten.

Die Wasserstoffbrückenbindung kann als WBB abgekürzt werden. Die gibt es nur in Molekülen, wo ein Wasserstoff oder mehrere Wasserstoffatome sind und das zweite Atom ist Fluor, Sauerstoff oder Stickstoff.
Bei der WBB kontaktiert das Wasserstoffatommit zwei Atomen. Ein N/O/F-Atom ist mit ihm durch eine polare kovalente Bindung verbunden, zwischen dem Waserstoffatom und dem zweiten N/O/F-Atom wirken elektrostatische Kräfte. Das passiert, weil N/O/F-Atome sehr elektronegativ sind und macht die Bindung besonders fest. Das ist die stärkste zwischenmolekulare Bindung.
Wichtig für die Stabilisierung von DNA und Proteinstrukturen!
Dipole sind Moleküle mit asymmetrischen Aufbau und einer ΔEN, die kleiner 1,7 aber größer als 0,4 ist.



Die Dipol-Dipol-Bindung ist bisschen schwächer als die WWB, aber ist immer noch stark. Die Bindung herrscht zwischen zwei permanenten Dipolen, aber ohne N/O/F-Atome. Eine nicht gleichmäßige Aufteilung von Ladungen im Molekül ruft zwischenmolekulare Wechselwirkungen an. Die Dipol-Dipol-Kräfte beruhen auf der gegenseitigen Anziehung der entgegengesetzt geladenen Pole.

Vand-der-Waals-Kräfte sind die schwächsten zwischenmolekularen Bindungen. Sie herrschen nur zwischen unpolaren oder sehr schwach polaren Molekülen, die kein permanentes Dipol bilden (Elektronegativitätsdiferenz ist gleich oder liegt unter 0,4). Trotz das unpolare oder sehr schwach polare gemeinsame Elektronenpaar passieren Ladungsverschiebungen, es entstehen spontane Dipole wegen einer ständigen Bewegung von Elektronen. So verschiebt sich die Ladung, und bilden sich eine positive und eine negative Ladung in einem Molekül für eine kurze Zeit. Polen wirken auf benachbarte Moleküle die dadurch induzierte Dipole werden. So entsteht elektrostatische Anziehung zwischen Teilchen.